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Die Gamescom hat in diesem Jahr eine Vielzahl von Höhepunkten zu bieten. Drei davon habe ich euch in den vergangenen Tagen bereits präsentiert. Am Dienstag sorgte Media Circus, der bald erscheinende Zeitungssimulator mit tiefer Simulation und animalischem Charme, dessen Demo seit heute übrigens öffentlich auf Steam verfügbar ist, für Furore. Am Mittwoch habe ich euch meinen Eindruck zu „Silver Pines” vermittelt, einem echten Schocker, der ebenfalls mit einer spielbaren Demo auf Steam verfügbar ist. Gestern wurde es dagegen strategisch, denn der Roguelike-City-Builder Bellfrost von Laserbread hat allen anderen Titeln die Show gestohlen.
Heute möchte ich euch noch fünf andere Titel ans Herz legen, die mir ebenfalls sehr gut gefallen, aber leider nicht für einen eigenen Artikel gereicht haben. Schnallt euch an, denn diese fünf Indie-Highlights von der Gamescom werden euch aus den Socken hauen.
1. Gamescom Highlight: Nether Spirits

Mit Nether Spirits bringen Spellfusion eine PvP-orientierte Alternative zu Slay the Spire und anderen Roguelike-Deckbuildern auf den Markt. Die Pläne des Teams aus Köln sind ambitioniert: Einerseits wollen sie durch manipulierbare Kampfreihenfolgen innovative Aspekte im Genre setzen, andererseits mit hübscher, handgezeichneter Optik auch grafische Impulse setzen. Darüber hinaus wollen sie mit einer ansprechenden Story und einem Fokus auf direkte Duelle zwischen Spielern glänzen.

Das wirkt zwar nach einer Menge, aber der erste Eindruck ist doch sehr positiv. Gebt dem Spiel eine Chance und schaut es euch entweder an diesem Wochenende auf der Gamescom an oder spielt die öffentlich verfügbare Demo über Steam.
2. Gamescom Highlight: Appulse

Mit Appulse liefert uns Raw Fury eine brandneue Genre-Mischung aus Roguelite-Action, Top-Down-Shooter und Flipper. Wir müssen den präzisen Einsatz von Flippern und Rückstoß meistern, um in einem pulsierenden intergalaktischen Krieg die Bestenliste zu erklimmen. Die Steuerung ist nicht nur herausfordernd, sondern auch zunächst ungewohnt. Dieser Titel wird Highscorejägern noch viel Freude bereiten und fällt für mich unter die Kategorie „Hard to Learn & Hard to Master”.
Ich persönlich liebe Flipper und Twin-Stick-Shooter. Dementsprechend freue ich mich, dass ich die Möglichkeit hatte, Appulse anzuzocken und ein paar Worte mit den Entwicklern zu wechseln. Auf den ersten Blick wirkte das Ganze ein wenig zu hektisch auf mich, aber nach ein paar Runden kann ich mir durchaus vorstellen, dass man gut in das Spiel reinfindet. Probiert es doch einfach mal in Ruhe aus, denn es gibt auch eine Demo auf Steam.
3. Gamescom Highlight: The Mystery Oak Island

Ein weiterer vielversprechender Indie-Titel aus Deutschland wird derzeit von Visionaire Studio entwickelt. Das Team um Thomas Dibke liefert mit „The Mystery of Oak Island” in absehbarer Zukunft einen echten Point-and-Click-Kracher ab. Das Spiel besticht nicht nur durch seine charmante, komplett gezeichnete Grafik, sondern wartet auch mit einem Mysterium auf, das in der Gamingwelt, wenn überhaupt, nur am Rande behandelt wurde.

Ich konnte bereits einen kleinen Blick auf das Spiel werfen und muss euch sagen: Da kommt ein wirklich schmackhafter Happen Adventurekultur auf uns zu! Wenn ihr „The Mystery of Oak Island” selbst ausprobieren möchtet, müsst ihr euch leider noch ein wenig gedulden, denn die Demo wird wohl erst gegen Ende des Jahres erscheinen. Bis dahin könnt ihr das Spiel auf Steam wishlisten und euch ganz entspannt zurücklehnen.
4. Gamescom Highlight: Hell Maiden

Dieses Horde-Survival-Deckbuilding-Spiel besticht mich besonders mit seinem fantastischen Anime-Stil aus den 90er bis 2000er Jahren. Wer bei dieser Optik nicht sofort an Klassiker wie Sailor Moon und Kamikaze Kaito Jeanne denkt, muss zu jung sein, um den Anime-Boom der Vergangenheit miterlebt zu haben.

Inhaltlich bietet Hell Maiden übrigens eine teilweise vertonte Handlung und ein Gameplay, das an Vampire Survival erinnert. Bei all der hübschen Optik beschäftigen wir uns hier nämlich nicht mit seichtem, kindergerechtem Narrativ, sondern mit einer Neuinterpretation von Dantes „Göttlicher Komödie”, gepaart mit wirklich knackigem Gameplay. Die Early-Access-Version von Hell Maiden ist bereits jetzt auf Steam verfügbar und das Spiel kann in der Indie Arena der Gamescom angespielt werden.
5. Gamescom Highlight: ZHEN Shattered Legacy

Dieses sich noch in der frühen Entwicklungsphase befindende Top-Down-Soulslike schafft es, Twin-Stick-Mechaniken mit involviertem Action-Gameplay zu mischen und so eine ganz neue Spielerfahrung zu ermöglichen. Hinzu kommt ein innovatives Sci-Fi-Setting, das einige wundervoll-verrückte Charakterdesigns ermöglicht.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, solltet ihr ZHEN: Shattered Legacy unbedingt in Halle 10 auf der Gamescom ausprobieren oder die öffentlich verfügbare Demo auf Steam anspielen. Ich verspreche euch, es wird sich lohnen!
Das waren auch schon meine fünf Indie-Geheimtipps von der Gamescom in Köln. Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr einen dieser Titel ebenfalls gespielt habt und wie er euch gefallen hat. Es gibt noch so viele weitere Spiele, die ich euch gerne vorstellen würde, doch nach dieser Woche sind meine Finger so wund, dass ich es bei diesen fünf belassen muss. Wenn euch das noch nicht reicht, könnt ihr gerne einen meiner anderen Artikel lesen, beispielsweise meinen Test zu Mortal Shell 2.
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