So, hier sitze ich nun im ICE auf dem Weg nach Hause, nach einer unglaublich anstrengenden Gamescom. Ich öffne meinen Arbeitslaptop und stelle fest, dass drei Artikel, die im Rahmen der Gamescom-Berichterstattung über die Woche hätten erscheinen sollen, nie erschienen sind und auch im Backend nicht aufzufinden sind.
Wie konnte das passieren? Nach Rücksprache mit unserer IT haben wir erfahren, dass es Probleme im Backend gab und nur ein Rollback helfen konnte. Kurz gesagt: Alles futsch. Nun, alles Heulen hilft nichts. Ich werde die Artikel nachträglich wieder einstellen, um euch – wenn auch verzögert – meine Eindrücke von der Gamescom zu schildern.
Außerdem ist das vielleicht ein guter Zeitpunkt, um zwei Punkte anzusprechen, die mir schon eine Weile auf dem Herzen liegen.
Zunächst wäre da die KI-Nutzung auf unserer Website. Ihr sollt wissen, dass KI bei Gamecheck für drei Anwendungszwecke verwendet wird.
1. Zur automatischen Übersetzung von News-Artikeln.
Die News, die hier mehr oder weniger täglich gepostet werden, erhalte ich in der Regel auf Englisch. Um mir einiges an Zeit zu sparen, übersetze ich diese mithilfe von KI. Das liegt nicht daran, dass ich faul bin, sondern daran, dass eine manuelle Übersetzung hier keinen wirklichen Mehrwert hat. Die Texte in den News-Artikeln sind Pressemeldungen, die ohnehin im Wortlaut wiedergegeben werden müssten. Die Aufbereitung dieser Artikel, also das Einbinden von Screenshots und Videos, erfolgt weiterhin manuell. Alle Artikel außerhalb des News-Bereichs bleiben davon unberührt.
2. Zur Rechtschreibkorrektur
Alle Features, Guides und Reviews werden nach dem Schreiben mithilfe von KI korrigiert. Dabei werden keine Formulierungen verändert, es handelt sich um eine reine Rechtschreibkorrektur, die in einer Ein-Personen-Redaktion notwendig ist, um eine ordentliche Leseerfahrung zu ermöglichen.
3. Zur Logoerstellung
Unser aktuelles Gamecheck-Logo wurde mit KI erstellt. Dies wird sich zeitnah ändern, war aus Kostengründen bisher jedoch nicht zu vermeiden.
Der zweite Punkt, den ich ansprechen möchte, ist unser Bewertungssystem. Ich denke, es bedarf einer Aufklärung darüber, wie unsere Bewertungen einzuordnen sind. Dafür ist es wichtig, die Bewertungsspannen zu erläutern:
0 % – 20 %: Katastrophal – Der jeweilige Aspekt des Spiels ist so schlecht, dass er einem die Freude am gesamten Spiel verhagelt.
21 % – 40 %: Gravierende Mängel – Der jeweilige Aspekt ist schlecht umgesetzt. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden.
41 % – 60 %: Schlecht umgesetzt – sofern ich Wert auf diesen Aspekt lege, sollte ich mir zweimal überlegen, das Spiel zu kaufen.
61 % – 70 %: Durchschnittlich – Der jeweilige Aspekt ist weder schlecht noch gut, er ist da, aber eigentlich nicht nennenswert.
71 % – 80 % | Gut: Der jeweilige Aspekt trägt zu einem positiven Gesamtbild des Spiels bei.
81–90 %: Sehr gut – Der jeweilige Aspekt ist besonders gut umgesetzt und sticht aus der Masse heraus.
91 % – 100 % | Herausragend: Der jeweilige Aspekt sucht seinesgleichen und bietet etwas ganz Besonderes.
Ich hoffe, damit wird auch klar, weshalb viele Reviews im Bereich um die 70 % konvergieren. Sehr viele der Spiele, die wir hier testen, sind eben durchschnittlich bis gut. Wäre es anders, würde etwas im Bewertungsprozess schieflaufen. Sollte die Skala nach unten verschoben werden, sodass alles bei 50 % konvergiert? Ja, definitiv. Allerdings ist es in der Videospielindustrie leider so, dass die Bewertungen medienübergreifend in etwa die obenstehenden Bedeutungen haben. Hier sind wir gezwungen, uns anzupassen.
Ich hoffe, dieser lange Blogpost gibt euch einen kleinen Einblick in das, was aktuell bei uns los ist. Wie immer wird im Hintergrund fleißig an allem gewerkelt. Nun bin ich auch schon fast an meinem Zielbahnhof. Deshalb wünsche ich euch ein schönes Wochenende und viel Spaß weiterhin auf Gamecheck.
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