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Worship (2025) – Ein Preview

Worship cover

Angehende Kultisten und Eldritch-Anbeter aufgepasst! Das Spiel Worship von Chasing Rats Games ist am 16.07.2025 im Early Access erschienen. Wer jetzt denkt: „Moment, dafür habe ich doch bereits ‚Cult of the Lamb‘”, den muss ich hier stoppen. Worship bietet einiges Neues, das ich euch gerne in dieser Vorschau für diesen Indie-Titel vermitteln möchte.

Worship – Gameplay

Man nehme Pikmin, kombiniere es mit Cult of the Lamb, füge noch ein wenig Cthulhu hinzu, entferne alle Farben außer Schwarz, Weiß und Rot, schüttele alles kräftig durch – und fertig ist Worship.

Bei diesem interessanten Roguelite geht es darum, einen Kult für eine von euch gewählte Gottheit aufzubauen. Dazu bekehrt ihr durch Blutrituale Anhänger und schickt sie in den Kampf gegen Ungläubige.

Diese Blutrituale bestehen darin, dass ihr mit eurer Lebenskraft – ja, der echten, ohne welche euer Run vorbei ist – Blutspuren auf dem Boden hinterlasst, um damit Formen zu zeichnen und Zauber zu wirken.

Zeichnet ihr beispielsweise einen Blutkreis um ein paar ahnungslose Ungläubige, bekehrt ihr diese, sodass sie sich eurem Kult anschließen. Fügt ihr noch ein umgekehrtes Dreieck in diesen Kreis ein, opfert ihr sie, um entweder Trophäen als Opfergabe für euren Gott, neue Zauber, um euch im Kampf zu stärken, oder Blutbrunnen, um euer Leben aufzufüllen, sowie diverse andere Boni zu erhalten.

Selbstverständlich gibt es noch weitere Formen, die gezeichnet werden können, sodass ihr jederzeit mehrere Zauber in eurem Repertoire haben könnt. Ohne diese wären eure kleinen Kultanhänger nämlich ihrem sicheren Tod verurteilt. Solltet ihr euch bei diesem Vorgang in Worship mal verschreiben, könnt ihr das am Boden liegende Blut einfach wieder absorbieren und es noch einmal versuchen.

Worship SS1

Während ihr also in Worship durch die weißschwarze Landschaft streift und diese rot färbt (sei es mit euren Zaubern oder dem Blut rivalisierender Kulte), begleitet euch ein sprechendes Buch. Es gibt nicht nur Informationen über die Welt preis, sondern auch jede Menge nützliche Informationen für alle angehenden Kultanführer im Tutorial.

Wenn ihr euch gefragt habt, wofür man neue Kultisten braucht, kommt nun die Antwort: Als Kultanführer wollen wir uns abseits von Blutritualen nicht die Hände schmutzig machen. Das bedeutet, dass alles, was mit Körperkraft gehoben, verprügelt oder bewegt werden muss, von den Kultisten erledigt wird. Dabei gilt: Je schwerer bzw. robuster das Ziel, desto mehr Kultisten müssen parallel daran arbeiten, um den Befehl zu erfüllen.

Eine ziemlich praktische Horde Lämmer, die euren Befehlen folgt, um eurem Gott alle Wünsche von den Lippen abzulesen.

Wenn ein Run endet, verliert ihr jeglichen Fortschritt, könnt allerdings verschiedene Gottheiten freischalten, die unterschiedliche Spielmöglichkeiten, eine andere Optik und Lore mit sich bringen. Dies ist aktuell die einzige Meta-Progression, die in dieser frühen Early-Access-Phase in Worship vorhanden ist. Doch die Entwickler haben sowohl im Steam-Forum als auch in einem neuen Tooltip im Spiel darauf hingewiesen, dass sie an weiteren Möglichkeiten arbeiten, um den Spielern den gemachten Fortschritt präsenter zu machen.

Worship verfügt außerdem über einen Mehrspielermodus. Dieser ist aktuell jedoch noch so fehlerhaft, dass er nicht in der Hauptversion des Spiels, sondern nur in einer Betaversion zugänglich ist. Ich bin aber zuversichtlich, dass hier das Potenzial für einen Multiplayerkracher vorhanden ist.

Was könnte schließlich spaßiger sein, als mit anderen rivalisierenden Kulten Blut zu vergießen und sich um die unbekehrten Schäfchen, die in Worship umherirren, zu prügeln? Leider müssen wir uns noch ein wenig gedulden, um hier wirklich urteilen zu können.

Einen größeren Plot habe ich in meiner Spielzeit mit Worship nicht entdeckt, möchte aber auch nicht unterstellen, dass es diesen nicht gibt. Es scheint allerdings aktuell so, als würden sich die Entwickler von Worship derzeit darauf konzentrieren, das Gameplay zu optimieren.

Worship SS2

Worship – Unsere Meinung

Zum Zeitpunkt unseres Reviews war das Erlebnis mit Worship eher durchwachsen. Die Grundidee gefällt uns sehr gut und das Spiel wurde auch ordentlich umgesetzt. Uns sind keine größeren Bugs aufgefallen. Es gab jedoch den einen oder anderen Kritikpunkt, an dem im Verlauf der Early-Access-Phase noch ein wenig geschraubt werden muss, damit Worship zu einem wirklich guten Spiel wird.

Zunächst muss ich die anfangs etwas konfus anmutende Steuerung ansprechen. Ja, das Spiel hat ein optional anwählbares Tutorial, aber da es unabdingbar ist, dieses gespielt zu haben – man hat sonst absolut keine Chance zu verstehen, was man in Worship eigentlich machen soll –, sollte die erste Runde automatisch das Tutorial sein. So kann man das Problem umgehen, dass Spieler unvorbereitet in eine Spielwelt geworfen werden, die absolut nicht intuitiv zugänglich ist.

Um Worship noch besser zu machen, muss außerdem noch ein wenig an der Erkennung von Formen gearbeitet werden. Manchmal erkennt das Spiel diese bereits, bevor sie fertig gezeichnet sind, was diese Instanzen erleichtert, da man sich Lebensenergie spart. In anderen Momenten will das Spiel sich partout weigern, mein etwas zu lang geratenes Quadrat als solches zu erkennen.

Aus diesem Grund ist Worship aktuell noch einer dieser Titel, der schnell frustrierend wird, da man eigentlich weiß, was man tun muss, es aber einfach nicht gelingen will. Solche Instanzen sollten vermieden werden, besonders da Worship viel Positives zu bieten hat.

Der Artstil mit seinem minimalistischen Schwarz-, Weiß- und Rot-Weiß-Design weiß durchaus zu überzeugen, ob seiner Simplizität und Funktionalität. Man weiß immer genau, was man vor sich hat, und die tiefroten Blutflecken auf der überwiegend weißen Leinwand wirken dadurch umso brutaler und martialischer.

Worship SS3

Das Charakterdesign ist gut gelungen und lädt dazu ein, sich die Charaktere einmal genauer anzuschauen oder Theorien darüber zu spinnen, weshalb sie so sind, wie sie einem im Spiel begegnen.

Das Sounddesign ist subtil, und die fantastische, pikminartige Mechanik des indirekten Steuerns seiner eigenen Kultmitglieder durch Befehle sorgt dafür, dass man sich umso mehr wie ein Anführer und weniger wie ein ausführendes Mitglied fühlt.

Aus meiner Sicht hätte es dem Spiel gutgetan, noch ein wenig länger im Stillen Kämmerlein entwickelt zu werden. Das Basisspiel hat großes Potenzial, der Artstyle hat etwas Überzeugendes an sich und die Spielmechanik hat unglaubliches Potenzial. Aktuell gibt es jedoch noch zu wenig, das Spieler langfristig an diesen potenziellen Indie-Tophit namens Worship bindet: zu wenig Tiefgang und zu wenig Pep.

Ich hoffe sehr, dass Chasing Rats Games es schafft, „Worship” in naher Zukunft auf den Stand zu bringen, den dieser Titel verdient. Aktuell sieht es zumindest so aus, als ob die Entwickler mit voller Kraft daran arbeiten, da seit dem Early-Access-Release bereits sechs Hotfixes veröffentlicht wurden, die diverse Fehler behoben haben, die den Devs über das Steam-Forum oder den Discord-Server von Worship übersendet wurden.

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Worship – Fazit

Ich wünsche Chasing Rats Games mit ihrem Titel „Worship” allen Erfolg der Welt und drücke fest die Daumen, dass sie es schaffen, diesen Titel so massentauglich zu machen, dass er in einem Atemzug mit Granaten wie „Hades” oder „Balatro” genannt werden kann. Das Potenzial ist in jedem Fall vorhanden.

Möchtet ihr Worship mal selbst antesten? Dann holt euch diesen Early-Access-Titel für 19,50 € auf Steam. Wenn ihr euch stattdessen lieber einem Indie-Titel widmen wollt, der nicht so ein großes Profil hat, schaut euch doch mal Realm of Ink an. Das Spiel soll im kommenden Jahr erscheinen, nachdem es einige Verzögerungen gab. Wir haben es schon mal für euch angezockt!

Teilt uns in den Kommentaren mit, was ihr von Worship haltet und ob es aus eurer Sicht ein Titel ist, der auf eurer Wunschliste stehen wird!

Der Produktschlüssel für Worship wurde uns zu Reviewzwecken kostenlos von den Entwicklern über https://www.keymailer.co zur Verfügung gestellt. #keymailer #WorshipGame

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